Wenn ein Aufzug stehen bleibt, zählt jede Minute. Ein funktionierender Notruf im Aufzug sorgt dafür, dass eine eingeschlossene Person sofort gehört wird und die Leitstelle ohne Verzögerung reagieren kann. Viele Betreiber fragen sich jedoch, welche Technik heute nötig ist, welche Regeln gelten und wie sie sicherstellen, dass ihr Aufzug jederzeit erreichbar bleibt.
Notruf im Aufzug – Das Wichtigste in Kürze
- Ein Notrufsystem im Aufzug stellt eine direkte Sprachverbindung zur Leitstelle her, sobald die eingeschlossene Person den Taster drückt. Dadurch beginnt sofort die Hilfe und die Person bleibt nicht allein.
- Die Betriebssicherheitsverordnung schreibt für jeden Aufzug ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem vor, damit eine echte Sprachverbindung möglich ist. Hupen oder Glocken gelten seit 2021 nicht mehr als ausreichende Sicherheitsmaßnahme.
- Ein geprüfter Aufzug-Notruf bleibt auch bei Stromausfall aktiv, da die Technik über eine eigene Batterie verfügt. Diese hält die Sprachstelle und die Rückmeldungen im Fahrkorb für mindestens eine Stunde stabil.
- Die Nachrüstung eines Aufzug-Notrufsystems ist auch bei älteren Anlagen möglich, da viele vorhandene Bauteile weiter genutzt werden können. GüDe unterstützt dabei, prüft die Anlage vor Ort und richtet die passende Technik ein.
Wie funktioniert der Notruf im Aufzug?
Ein Notrufsystem im Aufzug stellt sicher, dass eingeschlossene Personen schnell Hilfe erhalten. Die Technik verbindet den Fahrkorb über eine Sprachstelle mit einer ständig erreichbaren Notrufzentrale.
Sobald die betroffene Person den Notruftaster drückt, baut das System automatisch eine Zwei-Wege-Verbindung auf. Die Notrufzentrale erkennt die Anlage, spricht mit der Person und organisiert die Befreiung. Dieser Ablauf muss auch bei einem Stromausfall verlässlich funktionieren, deshalb verfügt jedes geprüfte System über eine eigene Batterie. Dadurch bleiben die Sprachstelle und die Signalanzeigen weiter nutzbar.
Um den Ablauf besser nachvollziehen zu können, hilft ein Blick auf die einzelnen Schritte. Erst wenn alle Elemente sinnvoll zusammenspielen, können schnelle Reaktionszeiten erreicht werden.

Wie ist der Ablauf eines Notrufs im Aufzug?
- Die Person drückt den Notruftaster im Fahrkorb.
- Das System stellt automatisch eine Sprachverbindung zur Notrufzentrale her.
- Gelbe und grüne Symbole zeigen im Fahrkorb an, dass der Ruf aufgebaut wird und die Verbindung steht.
- Die Notrufzentrale spricht mit der Person und prüft die Lage.
- Die Befreiung wird eingeleitet, in der Regel durch beauftragtes Servicepersonal.
Damit der Notruf verlässlich bleibt, führen geprüfte Systeme automatische Selbsttests durch. Diese Testanrufe finden in regelmäßigen Abständen statt und dokumentieren mögliche Fehler. So bleibt der Betreiber auf der sicheren Seite und erhält frühzeitig Hinweise auf Störungen.
Welche gesetzlichen Vorschriften gelten für Notrufsysteme im Aufzugbetrieb?
Die gesetzlichen Vorgaben legen klar fest, wie ein Notrufsystem im Aufzug beschaffen sein muss. Die Betriebssicherheitsverordnung beschreibt, dass jeder Aufzug mit Personenbeförderung ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem haben muss. Dieses System muss zu jeder Zeit erreichbar sein und eine Sprachverbindung herstellen können. Einfache Hupen oder Glocken reichen seit 2021 nicht mehr aus, da sie keine direkte Kommunikation ermöglichen. Die Pflicht gilt ohne Ausnahme auch für ältere Anlagen, da es keinen Bestandsschutz gibt.
Neben der Betriebssicherheitsverordnung sind zwei weitere Normen zu beachten. Die DIN EN 81-28 beschreibt, wie ein Fernnotrufsystem aufgebaut sein soll, welche Prüfintervalle gelten und wie die Signale im Fahrkorb aussehen müssen. Ergänzend regelt die DIN EN 81-70, dass die Hinweise im Fahrkorb auch für Menschen mit Einschränkungen klar wahrnehmbar sein müssen. Dazu zählen gut erkennbare Symbole und akustische Hinweise.
| Bereich | Vorgabe |
| Erreichbarkeit | Verbindung zur Notrufzentrale rund um die Uhr |
| Prüfintervall | Automatische Testanrufe alle drei Tage |
| Sichtbarkeit | Gelbes Symbol für Verbindungsaufbau, grünes Symbol für aktive Verbindung |
| Stromversorgung | Batterie für mindestens eine Stunde Sprachbetrieb |
| Nachrüstung | Pflicht für alle Bestandsanlagen ohne Zwei-Wege-Verbindung |
Was sollten Sie beachten, wenn Sie ein Notrufsystem im Aufzug nachrüsten?
Wenn Sie ein Notrufsystem nachrüsten, lohnt es sich, zunächst auf die technische Ausgangslage zu schauen. Ältere Aufzüge verfügen häufig über nutzbare Leitungen, Lautsprecher oder Einbauplätze, die sich ohne großen Aufwand einbinden lassen. Dadurch entsteht ein realistischer Eindruck, welche Teile ersetzt werden müssen und welche bestehen bleiben können. Anschließend stellt sich die Frage, welche Art von Übertragung für Ihr Gebäude am verlässlichsten ist, da nicht überall eine stabile Festnetzleitung vorhanden ist.
Darüber hinaus ist die Bedienbarkeit im Fahrkorb wichtig. Die Notruftaste muss gut erreichbar sein und das System muss klar anzeigen, dass der Ruf aufgebaut oder bestätigt ist. Für den späteren Betrieb ist zudem wichtig, dass die Anlage ein eigenes Akku-Modul besitzt, damit der Notruf auch bei Stromausfall funktioniert.
- GSM-Module wählen, wenn kein Festnetz verfügbar ist
Ein GSM-Modul verbindet Ihren Aufzug direkt per Mobilfunk mit der Notrufzentrale. Das ist hilfreich, wenn das Gebäude keine stabile Leitung besitzt oder baulich schwer zugänglich ist. - Intercom-Systeme nutzen, wenn vorhandene Technik weiterverwendet wird
Viele ältere Kabinen haben bereits Mikrofone oder Lautsprecher, die sich problemlos in den Aufzug-Notruf einbinden lassen. Dadurch sparen Sie beim Fahrstuhl-Notruf Kosten und die Nachrüstung fällt oft unauffälliger aus. - Piktogramme für klare Rückmeldungen einbauen
Ein gelbes Symbol zeigt den Aufbau des Aufzugsnotrufs, ein grünes Symbol bestätigt die Verbindung. Für eingeschlossene Personen ist das wichtig, da es Unsicherheit nimmt und Orientierung schafft.
Jetzt Beratungsgespräch buchen!
Sicherheit rund um die Uhr: Organisation, Zuständigkeiten und Abläufe
Ein sicherer Betrieb entsteht erst dann, wenn alle Beteiligten wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Sobald jemand den Notruf auslöst, muss die Meldung ohne Umwege bei einer rund um die Uhr besetzten Leitstelle ankommen. Dort wird der Ruf bestätigt, die Person beruhigt und die weitere Vorgehensweise festgelegt. Dieser Ablauf ist nur dann zuverlässig, wenn die Zuständigkeiten eindeutig verteilt sind und der Zugang zur Anlage klar geregelt ist.
Damit keine Verzögerungen entstehen, braucht es ein Befreiungsteam, das jederzeit verfügbar ist. Viele Betreiber entscheiden sich für ihre Wartungsfirma, andere beauftragen einen Sicherheitsdienst. Wichtig ist, dass die Leitstelle beide Seiten sofort erreicht, da jede Minute zählt. Dies ist in den TRBS 3121, dem Gesetz für die Personenbefreiung im Aufzug, festgeschrieben.
Zusätzlich muss ein Schlüsseldepot definiert sein, damit das Team ohne Suche ins Gebäude gelangt. Auch die Dokumentation ist zu beachten, denn sie zeigt, wie oft Meldungen eingehen, welche Tests erfolgreich waren und bei welchen Bauteilen Handlungsbedarf besteht.
| Bereich | Beschreibung |
| Leitstelle | Sie nimmt alle Meldungen an, bestätigt den Ruf und organisiert Hilfe. Die Verbindung ist ununterbrochen verfügbar. |
| Befreiungsdienst | Dieser fährt zur Anlage, sobald die Leitstelle ihn informiert. Die Anfahrt muss ohne Verzögerung starten können. |
| Schlüsseldepot | Es verschafft schnellen Zugang zum Gebäude. Der Ablageort muss eindeutig kommuniziert und regelmäßig geprüft werden. |
| Dokumentation | Sie hält Testrufe, Störungen und Befreiungen fest. Dadurch behalten Betreiber den Überblick und erfüllen Nachweispflichten. |
Damit diese Strukturen im Alltag verlässlich funktionieren, gibt es einige Punkte, die Betreiber zusätzlich im Blick behalten sollten. Sie betreffen vor allem die Erreichbarkeit der Anlage und die klare Rückmeldung an eingeschlossene Personen:
- Aktuelle Standortdaten: Die Leitstelle muss sofort erkennen, welcher Aufzug den Notruf ausgelöst hat. Deshalb sollten Adresse, Gebäudeteil und interne Bezeichnung im Notfallplan vom Aufzug immer auf dem neuesten Stand sein.
- Piktogramme im Fahrkorb: Eindeutige Symbole geben Sicherheit, dass der Ruf angenommen wurde. Das hilft der eingeschlossenen Person, ruhig zu bleiben und Hinweise der Leitstelle gut zu verstehen.
Mit GüDe sicher und regelkonform dank passendem Notrufsystem
Ein zuverlässiges Notrufsystem sorgt dafür, dass Ihr Aufzug rechtskonform betrieben wird und eingeschlossene Personen schnell Hilfe erhalten. Damit dies gelingt, müssen technische Vorgaben und organisatorische Abläufe zusammenspielen.
Wichtige Pflichten für Betreiber:
- ständige Erreichbarkeit des Notrufs
- klare Abläufe für die Befreiung
- regelmäßige Funktionsprüfung der Technik
- sichtbare Rückmeldungen im Fahrkorb
GüDe bietet Notrufsysteme für den Aufzug, die diese Vorgaben nicht komplizierter machen als nötig. Die Technik lässt sich in neue und ältere Anlagen einbauen, die Aufschaltung zur Leitstelle bleibt stabil, und die Betreuung sorgt dafür, dass Ihr System auch im Alltag verlässlich arbeitet:
- Nachrüstung für neue und ältere Aufzüge
- persönliche Beratung und technische Prüfung
- Installation passender Systeme wie GSM oder Intercom
- Störungsdienst, Wartung und regelmäßige Kontrolle
- direkte Weiterleitung des Notrufs an die GüDe-Leitstelle
- strukturierte Abläufe mit festen Befreiungsteams
- klare Beratung zu allen Betreiberpflichten
Durch diese gebündelten Leistungen müssen Sie keine verschiedenen Dienstleister koordinieren und erhalten eine Betreuung, die alle Bausteine des Notrufbetriebs abdeckt. Jetzt unverbindlich beraten lassen und den Notruf im Aufzug mit GüDe sichern!
Notruf im Aufzug – Häufige Fragen und Antworten
Was ist ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem und warum ist es Pflicht?
Ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem ermöglicht eine direkte Sprachverbindung zwischen Fahrkorb und einer ständig erreichbaren Leitstelle, sobald jemand den Notruftaster drückt. Die Pflicht ergibt sich aus der Betriebssicherheitsverordnung, da eine reine Hupfunktion seit 2021 nicht mehr ausreicht und keine sichere Kommunikation ermöglicht.
Wie funktioniert ein Notruf im Aufzug bei Stromausfall?
Das System besitzt eine eigene Batterie, die den Sprachkontakt und die Anzeigen für mindestens eine Stunde aufrechterhält. Dadurch bleibt der Notruf auch bei Ausfällen erreichbar und die Leitstelle kann sofort reagieren.
Wie oft muss das Notrufsystem geprüft werden und wer ist verantwortlich?
Geprüfte Geräte führen automatisch Testanrufe durch, in vielen Fällen alle drei Tage, und melden Fehler direkt an die Leitstelle. Betreiber tragen die Verantwortung für die Funktionsfähigkeit und müssen sicherstellen, dass diese Prüfungen aktiv bleiben.
Kann ich mein bestehendes Notrufsystem weiter nutzen?
Bestehende Geräte können nur bleiben, wenn sie eine Sprachverbindung herstellen, auch bei einem Ausfall laufen und die Vorgaben der DIN EN 81-28 erfüllen. Da es keinen Bestandsschutz gibt, empfiehlt sich eine Prüfung durch GüDe, um sicher zu klären, inwieweit eine Nachrüstung nötig ist.
Was kostet ein neues Notrufsystem im Aufzug und fallen laufende Gebühren an?
Die Kosten hängen von der Technik, dem Aufwand im Fahrkorb und der Art der Aufschaltung ab, zum Beispiel GSM-Modul, Intercom oder Austausch des Tasterfelds. Für die Weiterleitung zur Leitstelle und die Betreuung fallen laufende Gebühren an, über die GüDe transparent informiert.
Wer organisiert die Befreiung, wenn ein Notruf im Aufzug eingeht?
Nach Eingang der Meldung koordiniert die Leitstelle den Einsatz des vereinbarten Befreiungsteams, etwa von GüDe oder einem Sicherheitsdienst. Die Anfahrt startet sofort, damit die Person schnell Hilfe erhält und die Anlage wieder nutzbar wird.
